In Nachbarschaft zu einer Geflügelmastanlage - Vorsorgeerfordernis - BVerwG-Urteil vom 23.07.2015 zum AZ - 7 C 10.13 -

In seinem Urteil vom 23.07.2015 - 7 C 10.13 - hatte sich das BVerwG (Bundesverwaltungsgericht) mit der Frage zu befassen, ob, selbst wenn es aus wirtschaftlichen Gründen noch nicht dem Stand der Technik entspricht, es dennoch geboten ist, einen Einbau einer Anlage zur Emissionsvermeidung von Bioaerosolen vorzunehmen bzw. dies zunächst entsprechend zu prüfen. Dies bedinge die Errichtung von Geflügelanlagen (hier mit 84.900 Plätzen) in Nachbarschaft zu Wohngegenden (hier 250 m entfernt). Der Rechtsstreit wurde an die Tatsacheninstanz (Verwaltungsgericht) zurückverwiesen.
Hier finden Sie die Pressemitteilung Nr. 63/2015 zu der - momentan noch nicht im Volltext zur Verfügung stehenden - Entscheidung: BVerwG-Urteil vom 23.07.2015 - 7 C 10.13

 

Aus tierschutzrechtlichen und ernährungsbedingten Gründen sei hier die persönliche Anmerkung erlaubt, warum es überhaupt Mastanlagen mit insgesamt 84.900 "Plätzen" geben muss, denn ob dort im Sinne einer art- und tierschutzgerechten Haltung ausreichend "Platz" für 84.900 Hühner zur Verfügung steht (mit allen ggf. nachteiligen Folgen auch für das "Produkt Huhn & Ei" im Sinne einer gesunden und medikamtenfreien menschlichen "Ernährung"), dürfte zumindest fraglich sein.

 

 

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