Außergerichtliche Streitschlichtung

 

Die nachstehende Beratungsstruktur betrifft nicht allein meinen Tätigkeitsschwerpunkt „Außergerichtliche Streitschlichtung“, sondern ist vielmehr  und selbstverständlich auch Gegenstand aller Beratungen und Mandate:

 

1. Prävention & Rechtsgestaltung 

Viele Entscheidungen und Ereignisse im privaten, beruflichen oder unternehmerischen Bereich berühren unterschiedlichste Rechtsgebiete. Dies können beispielsweise die

 

  • Gründung einer Familie oder eines Unternehmens bzw.
  • deren strukturelle Veränderung oder Auflösung,
  • das Treffen von Vorsorge- und  Nachfolgeregelungen,
  • Änderungen der räumlichen Lebenssituation oder
  • Ereignisse im Berufsleben bzw. in der Ausbildung

 

sein. Durch vorausschauende Einbeziehung aller relevanten rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte des jeweiligen Anliegens können in der Beratung oder in der Gestaltung von Erklärungen, Verträgen oder Übereinkommen spätere mögliche Konflikte in der Regel vermieden werden.

 

Diese Art des präventiven Ausblicks  hat auch den Vorteil, bisherige Konzepte auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen oder völlig neue Ideen für unterschiedlichste Vorhaben und Projekte zu entwickeln. Außerdem kann es sinnvoll oder erforderlich sein, etwaige beteiligte Dritte in die Beratungsgespräche zu integrieren.

 

2. Außergerichtliche Konfliktlösungen

„Jeder Konfliktpartner ist Teil eines oder mehrerer Systeme oder Subsysteme“.
(nach John M. Haynes aus „Werkstattbuch Mediation“, Hannelore Diez, 2005, Centrale für Mediation)

 

Für die Erarbeitung außergerichtlicher Konfliktlösungen heißt dies, das Augenmerk nicht nur auf die unmittelbar Beteiligten zu richten, sondern die Problematik in Beziehung zu ihrem nahen und weiteren Umfeld zu setzen. Im Vordergrund stehen die Interessen der Beteiligten - nicht die von ihnen vertretenen Positionen. Nachbarrechtliche Konflikte können sich so bei näherer Betrachtung als Bedürfnis nach nachbarschaftlicher Integration herausstellen. Arbeitsrechtliche Unstimmigkeiten innerhalb eines Unternehmens können ein strukturelles Problem bedeuten und die Änderung von Organisationsabläufen - z. B. statt einer Kündigung - erfordern. Als Rechtsanwältin kann ich Ihnen u. a. mit Beratungsgesprächen, Einigungsvorschlägen oder Vergleichsabschlüssen für die Erzielung außergerichtlicher Lösungen zur Seite stehen. Im Inkassobereich z. B. helfen realistisch ausgearbeitete Ratenzahlungsvereinbarungen, dass der Schuldner seine Zahlungen einhalten und somit die Gläubigerforderungen ausgleichen kann.

 

Der große Vorteil außergerichtlicher Einigungen ist, dass Sie als Mandant Entscheidungsfindungen selbst herbeiführen und diese individuell gestalten können. Insbesondere für Unternehmen sind außergerichtlichte Streitschlichtungen von hohem wirtschaftlichen Stellenwert: Es werden nicht nur Prozesskosten gespart, sondern alle Potentiale möglichst schnell wieder dem Unternehmenszweck - und nicht langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzungen - gewidmet. Sofern ich bereits als Anwältin für eine Partei tätig bin, informiere ich Sie gern über die Möglichkeit von Mediationsverfahren bei dafür ausgebildeten KollegInnen/MediatorInnen.  Ihr Mandat würde bei Durchführung einer Mediation von mir rechtlich weiter betreut werden können.

 

3. Prozessführung

Im Prozessfall müssen Tatsachen behauptet und im Streitfall bewiesen werden. Rechtsbegriffe werden vom Gericht ausgelegt und angewendet.

 

Für den Mandanten, ob Kläger oder Beklagten, heißt dies: Kein vertraglicher oder gesetzlicher Anspruch - bzw. Gegenanspruch - führt zum gewünschten Erfolg, wenn nicht der dazu erforderliche Sachverhalt vorgetragen und im Zweifel bewiesen werden kann. Daher ist im Klage- und/oder Verteidigungsfall eine enge Kooperation zwischen Mandant und Rechtsanwältin notwendig, um präzise und detailliert die vollständigen Tatsachen sowie deren Beweisbarkeit zu ermitteln. Nur so können Prozessrisiken bereits im Vorfeld klar erkannt und vermieden bzw. eingegrenzt werden.

Auch während eines gerichtlichen Verfahrens bestehen sowohl für die Kläger- als auch die Beklagtenseite Möglichkeiten, den Prozess vorzeitig zu beenden: z. B. vergleichsweise, durch Anerkenntnis, durch Klagerücknahme in Verbindung mit außergerichtlicher Einigung oder mit Hilfe des sog. Güterichtermodells (2012 neu eingeführt in Ersetzung bisheriger gerichtsinterner Mediationsmodelle siehe u. a.: Pressemitteilung des BMJ vom 01.07.2012). Es gilt also auch hier, im Hinblick auf den bestmöglichen Ausgang für Sie als Mandant stets die Gesamtsituation aller Beteiligten im Blick zu behalten, die rechtliche Beurteilung durch das Gericht anhand bisheriger Rechtssprechung einzuschätzen und mögliche Risiken sorgfältig gegeneinander abzuwägen.